Als neuen Treffpunkt hat der Verein DIE STRECKE e.v. eine ehemalige Trinkhalle an der Berliner Straße 96 umgestaltet. Integriert ist das erste Hammermuseum.
Jeden Donnerstag ist von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Hier ist jeder eingeladen vorbeizuschauen, Ideen vorzubringen, zu reden …..
Zum Kennenlernen, Entdecken und für Führungen können Termine individuell vereinbart werden. Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne entgegengenommen
Unsere Ausstellungspremiere mit einer 24-Stunden-Galerie war sehr erfolgreich.
Jetzt besteht noch für eine Woche die Möglichkeit die Fotoarbeiten von Lothar Krempel, Köln zu sehen. Dann kommt der Wechsel.

„EXTRA STARK, darum so belebend“ ist eine Fotoserie vom Ende der 1960er Jahre, die hinter die alltägliche Fassade einer Erfrischungshalle blickt. Die Bilderfolge über den gegenüber der eigenen Schule liegenden Kiosk, die täglich von vielen Mitschülern besuchte „Klümpchenbude“ des „Alten Fritz“, gibt Einblicke in die Lebenswelt des freundlichen Mannes hinter der Theke.
Lothar Krempel ist promovierter Soziologe. In seiner Habilitation an der Uni Duisburg beschäftigte er sich mit der Frage, wie man Ergebnisse vielfältiger Berechnungen in einfach zu lesende Informationslandschaften übersetzen kann. Danach hat er lange am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln geforscht.
Bereits als Schüler war er Mitglied der Jugendabteilung der „Lichtbildnergemeinschaft Bochumer Verein“, in deren Dunkelkammer er fotografische Laborverfahren und experimentelle Techniken erprobte. Mit der Teilnahme an Ausstellungen des VDAV wuchs sein Interesse daran, wie mit fotografischen Mitteln vertiefte Einblicke in den Alltag erzeugt und kommuniziert werden können.
Während seines Studiums an der Ruhr-Universität Bochum leitete Lothar Krempel Arbeitsgemeinschaften im Bereich Fotografie des dortigen Musischen Zentrums. Da entstand ab 1972 seine Folge von Aufnahmen in den Arbeitersiedlungen von Bochum-Gerthe. Die Bilder von Bewohnern und Kindern aus Siedlungen und Hinterhöfen zeigen Leben und Landschaften des Ruhrgebiets nach der Kohlenkrise der 1960er Jahre. Bei wiederholten Besuchen gab der Fotograf Abzüge seiner Bilder als Beleg und Dank an die Porträtierten.
In einem Text der AG im Bereich Fotografie heißt es 1972: „Unser Ziel ist, fotografisch ein Stück unserer Ruhrgebietswirklichkeit darzustellen. Als Ausdruck unserer Beschäftigung mit der Siedlung, ihrer Struktur, ihrer Geschichte, den Besitzverhältnissen in ihr, aber auch der Abhängigkeit der Siedlung von der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Umgebung und der anstehenden Planung der Stadt …“